Wie funktioniert 3D TV?

Donnerstag, 22. April 2010

Dass 3D-Fernsehen nicht mit einem normalen Flachbildschirm funktioniert, dürfte wohl jedem klar sein. Aber die Hersteller arbeiten mit Hochdruck daran, uns das immer beliebter werdende 3D Kinoerlebnis auch nach Hause ins Wohnzimmer zu holen. Die ersten 3D-Fernseher sind bereits auf dem Markt, sie benötigen teilweise die bekannten 3D-Brillen, die im Lieferumfang enthalten sind. Doch auch hier sind einige Hersteller schon wieder einen Schritt weitergegangen und arbeiten an einer Technik, den Film auch ohne 3D-Brille in 3D zu zeigen. Durch Letzteres sollen sogar normale Filme, ohne spezielle 3D-Effekte, als dreidimensionales Spektakel gesehen werden können.
Bei den 3D-Brillen unterscheidet man zwischen Shutter- und Polarisationsbrille. Bei der Shutterbrille wird die Bildwiederholungsrate halbiert, weshalb man einen Fernseher mit einer Frequenz von mindestens 200 Hertz benötigt. Die Shutterbrille synchronisiert dann das Bild so, dass pro Sekunde 100 Bilder abwechselnd bei den Augen ankommen. Würde die Frequenz weniger als 200 Hertz betragen, würde das Bild unangenehm flimmern.

Die Polarisationsbrille hingegen arbeitet mit dem Interlaced-Verfahren. Hierbei werden geraden Zeilen des Bildes in eine, die ungeraden Zeilen in die andere Richtung polarisiert. Der 3D-Effekt ist zwar beeindruckend, allerdings wird die Bildauflösung halbiert.

Um 3D ohne Brille sehen zu können, muss der Fernseher mit Prismen ausgestattet sein, die die Lichtstrahlen auf eine Art lenken, dass das Auge zwei gleichzeitig laufende Bildstränge separat wahrnimmt. Allerdings ist diese Technik noch sehr unausgereift und funktioniert nur in bestimmten Positionen und Distanzen vor dem Fernseher. Die 3D-Technik für daheim steckt noch in den Kinderschuhen, macht aber schon Lust auf mehr.


Dieser Clip von PCPraxis gibt eine kurze Einführung in die 3D Shutterbrille.