Weniger als die Hälfte der deutschen Haushalte nutzen HD Fernsehen

Sonntag, 8. März 2015

HD Fernsehen, auch HDTV genannt, ist die Bezeichnung für hochauflösende Fernsehbilder. Ein Fernsehbild setzt sich aus einzelnen Bildpunkten, Pixel genannt, zusammen. Das Bild einer Sendung in Full HD besteht aus mehr als 2 Millionen Pixeln, im Vergleich zu etwa 500.000 bei normaler Auflösung. Dadurch zeigt ein HD Bild wesentlich mehr Details als ein solches mit Standardauflösung.

Seit wann gibt es HD Fernsehen in Deutschland und wie verbreitet ist es?

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ZDF und andere zu ihnen gehörende Sender, beispielsweise Arte (bereits seit 2008), machten den Anfang und strahlen seit 2010 ihre Sendungen in HD aus. Der Bezahlsender Sky und andere private Anbieter zogen nach. Heute wächst die Anzahl der Sender, die Programme in HD ausstrahlen, immer mehr an. Bis jetzt empfangen ungefähr 17,5 Millionen Haushalte in Deutschland Fernsehsendungen in HD Qualität. Das sind rund 45 Prozent der deutschen Haushalte. Ihre Zahl wächst jedoch rapide an, da Full HD heute zur Grundausstattung eines Fernsehgeräts gehört. Die meisten Haushalte, mehr als 10 Millionen, sehen HD Programme über Satellit, 6 Millionen über Kabelfernsehen und 1 Million über das Internet. Nur relativ wenige Nutzer sehen HD Fernsehen über das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T.

Welche Vorteile bietet HD Fernsehen?

Die Frage ist gar nicht so banal, wie sie zunächst scheinen mag. Die höhere Auflösung und somit größere Schärfe des Bildes ist noch nicht einmal der Hauptgrund, warum sich immer mehr Nutzer für das HD Fernsehen entscheiden. Noch wichtiger ist, dass HD Fernsehen größere Bildschirme ermöglicht. Größere Bildschirme liegen voll im Trend. Galten früher Displays mit 80 Zentimetern (32 Zoll) Durchmesser noch als groß, sind heute Fernseher mit 102 Zentimeter (40 Zoll) Bildschirm schon normal geworden. Dank der großen Schärfe sieht das Bild auch aus der Nähe oder in Vergrößerung gestochen scharf aus. Zum anderen transportiert HD Fernsehen wesentlich mehr Informationen als Sendungen in Standardauflösung. HD Sender bieten zum Beispiel Zweikanalton an, darunter oft den Originalton und auf dem zweiten Kanal die deutsche Synchronisation. Zur Ausstattung gehören ebenfalls elektronische Programmführer, die stets aktuell sind und die Fernsehzeitschrift überflüssig machen.

Wie sieht sie Zukunft aus?

HD Fernsehen ist weiter im Kommen. Allein im letzten Jahr stieg die Anzahl der Nutzer, die HD Fernsehsendungen empfangen, um ungefähr 25 Prozent an. Das liegt unter anderem daran, dass die Bildschirme immer größer werden. Während es bei einem kleinen Display nur geringe Unterschiede zwischen Standardauflösung und HD gibt, fallen die Unterschiede auf einem Großbildschirm von 102 Zentimetern und darüber sofort ins Auge. Bei normaler Auflösung wirkt das Bild unscharf und verwaschen, während es bei HD selbst aus der Nähe kristallklar ist. Zudem kaufen immer mehr Nutzer Smart-TVs, die neben HD-Auflösung Zugang zum Internet und zu Diensten wie Online Videotheken oder zu Videochats Dank integrierter Kamera und Mikrofon bieten.