Smart TVs mit Internetzugang bieten eine Chance für Hacker

Dienstag, 11. Juni 2013

Sie sind wunderschön und bringen reichlich Abwechslung in das Leben: Die Smart TVs, die einen Zugang für das Internet mitbringen. Doch sie bieten auch für Hacker einen Eingang. Eines der Probleme liegt darin, dass die Hersteller das Thema Sicherheit noch immer zu nachlässig ansehen.

Der rote Knopf

Ist ein Smart TV eingeschaltet, so erscheint stets der rote Knopf am Bildschirmrand unten. Auch die Fernbedienung besitzt einen roten Knopf, der das Abrufen von zusätzlichen Inhalten ermöglicht. Laut IT-Sicherheitsforschern birgt genau dieser Knopf jedoch Gefahren in sich. Zum einen lassen sich darüber Informationen gewinnen, welche Sehgewohnheiten Nutzer von einem Smart TV besitzen. Andererseits kann sich jedoch auch hier das Tor für Angreifer finden, um eine Hackerattacke zu starten. Der Button selber gehört zum Standard HbbTV, was für Hybrid Broadcast Broadband TV steht. Darüber erfolgt die Regelung des Zugriffs auf Online-Inhalte, wenn Geräte sich gerade in Betrieb befinden. Damit erfahren TV-Sender stets, wo ihr Programm gerade empfangen wird. Besonders hilfreich ist es dabei, dass sie die IP-Adresse kennen. Wird dabei Tracking gezielt eingesetzt, können die Einschaltquoten für die verschiedenen Programme genau ermittelt werden. Dadurch kann die Werbung gezielter eingesetzt werden. Bei einer W-LAN-Überwachung können noch detailiertere Informationen herausgefunden werden.

Die Kontrolle über das TV-Gerät verlieren

Über eine Lücke wäre es möglich, dass Angreifer die Kontrolle über ein Fernsehgerät übernehmen. Dies wird über die Webseiten möglich, die durch das Aufrufen den roten Knopf mit sich bringen. Schließlich erfolgt der Aufruf der Site, ohne dass es zu einer Rückfrage kommt. Es kann dabei zu einer Manipulation der Adresse kommen oder zu einem Hinterlegen von schädlichen Inhalten. Beispielsweise könnte es zu einem gefälschtem Ticker bei den Nachrichten kommen.