Reform bei Rundfunkgebühren: Was wird sich ändern?

Freitag, 28. Dezember 2012

Nach der Reform der Rundfunkgebühren wird sich sowohl für den Privatmann als auch für Geschäftsleute einiges ändern. Die zukünftigen Rundfunkgebühren werden nicht mehr wie bisher pro Gerät eingezogen. Das heißt auch die GEZ-Schnüffler fallen weg. In Zukunft wird pro Haushalt ein Betrag von 17,98 Euro für Rundfunk und Fernsehen einbehalten. Dabei ist es unerheblich, ob im Haushalt ein Fernseher, beziehungsweise ein Radiogerät vorhanden ist, oder nicht.

Was sich für den privaten Haushalt ändert

Ab der Gebührenreform 2013 muss pro Haushalt eine Einheitsgebühr von 17,98 Euro entrichtet werden. Dabei ist es belanglos, ob sich im Haushalt eine oder mehrere selbstständig verdienende Personen befinden. Es bleibt unberücksichtigt, wie viele Geräte der Haushalt besitzt und auch ein geringes Einkommen der im Haushalt lebenden Personen hat meist keinen Einfluss mehr auf die Rundfunkgebühren. Eine Befreiung wird es ab 2013 nur noch für BAföG-Bezieher und Menschen mit Behinderung geben. Für Zweit- oder Ferienwohnungen muss ebenfalls ein Beitrag entrichtet werden, wohingegen für das Privatauto keine eigene Gebühr fällig wird.

Welche Veränderungen betreffen die Geschäftsleute?

Bei Geschäftsleuten wird unterschieden, ob es sich um Unternehmer mit Geschäftsniederlassung handelt, oder um Selbstständige. Der Freiberufler, der sein Geschäft von zu Hause ausübt und für seinen Haushalt bereits Rundfunkgebühr bezahlt, wird kein zweites Mal zur Kasse gebeten. Der Unternehmer zahlt zukünftig je nach Größe der Firma. Für eine Niederlassung mit bis zu acht Mitarbeitern wird ein Beitrag von 5,99 Euro fällig. Für größere Unternehmen oder Firmen mit mehreren Niederlassungen ist die Rundfunkgebühr höher. Für Firmenwagen werden von Unternehmern mit eigener Niederlassung ab dem zweiten Auto eine Gebühr von 5,99 Euro monatlich erhoben. Freiberufler werden ab dem ersten Wagen zur Kasse gebeten.