Wie sich das Fernsehverhalten geändert hat – aktuelle Trends

Dienstag, 8. Mai 2012

Die technischen Bedingungen in der Medienlandschaft ändern sich fortlaufend und rasant. Zuletzt mussten sich die Zuschauer mit der Abschaltung des analogen Satellitenempfangs abfinden, für verbesserte Qualität notwendige Neuanschaffungen tätigen und sich an neue Geräte gewöhnen.

Die Anbieter für den Empfang von Fernsehkanälen unterschiedlicher Herkunft und Quantität sind ebenso weit gestreut wie die qualitativen Möglichkeiten per Antenne, Kabel, Satellit und Internet. Als Folge hiervon lässt sich beobachten, dass die Verbraucher die erweiterten Möglichkeiten des Marktes zu nutzen wissen und vermehrt auf individuelle Angebote setzen. So erklärt sich, dass Kabelanbieter zwar noch ganz vorn mitspielen, aber bei einem Rückgang von 5 % nicht mehr automatisch Spitzenanbieter sind. Die Satellitenschüssel hat das Kabel als Favorit der Deutschen abgelöst.

Mag sein, dass in Zukunft sogar die Antenne wieder eine Renaissance erleben wird. Die Vorteile liegen auf der Hand. Beim digital-terrestrischen Fernsehen entstehen keine weiteren Kosten für die Anschaffung, außer einer einmaligen Erstausstattung mit Antenne und Receiver. Viele so genannte Hybridfernseher sind sowieso schon seit einigen Jahren entsprechend ausgestattet.

Noch cleverer erscheint ein Trend, bei dem der heimische PC selbst zum Fernsehen mutiert: Einfach einen DVB-T-Stick und einen Monitor passender Größe angeschafft, und es kann losgehen. Mit der Multiscreen-Funktion kann gleichzeitig einem weiteren Trend bequem entsprochen werden: Viele Zuschauer tauschen sich gerne in Foren über das laufende Fernsehprogramm aus und haben das Notebook zugleich mit dem Fernseher in Betrieb.

Der Bekanntheitsgrad dieser Ressource wird sicherlich zunehmen, vor allem, weil der Zuschauer der Zukunft sein Rezeptionsverhalten aufgrund der mittlerweile selbstverständlich gewordenen medialen Mobilität seinen Lebensgewohnheiten angleichen wird. Schon jetzt können Internet-User mit einer DSL-Verbindung durch Gratis-Downloads von Software, die auch deutschsprachige Programme per Mausklick zur Verfügung stellen, den kostenpflichtigen Anbietern Paroli bieten.