Fernsehen: Hauptschüler und Realschüler gucken überdurchschnittlich viel

Donnerstag, 8. März 2012

Eine Studie hat ergeben, dass Real- und Hauptschüler sehr viel Fernsehen gucken und dabei gibt es natürlich die Problematik, dass die Lust auf die Schule damit abnimmt. Mehr als 5800 Schüler und über 1200 Lehrer von mehr als 20 Schulen wurden im Mai 2008, im Mai 2009 und im Mai 2010 für die Studie befragt. Insgesamt muss hier erwähnt werden, dass in Deutschland beinahe jeder fünfte Jugendliche pro Tag mindestens sechs Stunden vor dem Fernseher oder Computer sitzt. Zu diesem Ergebnis kam die Lüneburger Universität bei einer Umfrage und beauftragt wurde dies von der Krankenkasse DAK-Gesundheit.

Hauptschüler und Realschüler gucken überdurchschnittlich viel Fernsehen mit der Folge, dass die Lust auf Schule abnimmt. Bildquelle: © runzelkorn / Fotolia.com

Was sind die Ergebnisse der Studie?

Außerdem wies die Studie noch darauf hin, dass es offensichtlich häufiger zu Schulproblemen kommt, wenn es sich um die Computer-Kids handelt. Am meisten werden die Medien demnach von Schülern genutzt, die erst 15 und 16 Jahre alt sind. Sechs oder mehr Stunden sitzen in dieser Altersgruppe mehr als 20 Prozent jeden Tag vor dem Fernseher oder Computer. Diese intensiven Nutzer sind mit ihren Leistungen oft unzufrieden und beklagen die Unlust auf die Schule.

Was hat dies für Auswirkungen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es durch den übermäßigen Konsum der Medien zu Problemen in der Schule führen kann, wobei viele auch Jugendliche vielleicht auch von den Schulschwierigkeiten mit Hilfe der Medien ablenken wollen. Laut einer Studie gucken besonders die Real- und Hauptschüler viel Fernsehen und im Vergleich zu Gymnasiasten sind es sogar über doppelt so viele, die jeden Tag ein Minimum von drei Stunden vor dem Bildschirm sitzen. Doch auf die Freundesanzahl soll die Zeit vor dem Bildschirm laut Studie keine Auswirkungen haben. Vier oder sogar mehr Freunde hatten dabei über 90 Prozent der Befragten. Womöglich wird dann eben gemeinsam am Computer gespielt und die Intensivnutzer sind natürlich deutlich weniger körperlich aktiv.